Basiskurs
Wer sind die Mennoniten?
Geschichte, Glaube und Leben
Sechs Abende, online, vom 14. Oktober bis 18. November 2026
Der Basiskurs „Wer sind die Mennoniten?“ der Mennonitischen Akademie bietet einen lebendigen Einstieg in die Täuferbewegung in Geschichte und ihre heutige Gestalt. An sechs Mittwochabenden stehen zentrale Themen wie Geschichte, Taufe, Nachfolge, Friedensethik, Gemeinschaft und gesellschaftliches Engagement im Mittelpunkt. Unsere erfahrenen Referentinnen und Referenten laden dazu ein, täuferisch-mennonitische und friedenskirchliche Perspektiven kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Der Kurs eröffnet spannende Einblicke in eine vielfältige Glaubensgemeinschaft und ihre Anliegen in Kirche und Welt. Ein Angebot für alle, die Mennoniten besser kennenlernen und ihre Perspektiven auf Glaube, Kirche und Frieden entdecken möchten.
Zielgruppe: Dieses Angebot richtet sich an Haupt und Ehrenamtliche aus deutschsprachigen, täuferisch-mennonitischen Gemeinden sowie alle Interessierten, die sich mit den Grundlagen der friedenskirchlichen Tradition auseinandersetzen möchten.
mittwochs 19:30 Uhr – 21:00 Uhr
Anmeldung ab sofort bis spätestens 15. September 2026 an: info@mennonitische-akademie.de
Team
Themen
14. OKTOBER 2026
I. Die Täuferbewegung / Mennoniten heute
Jürg Bräker & Fernando Enns
Lokale Gemeinschaften in weltweiter Verbindung
Das Ringen um Einheit in versöhnter Verschiedenheit
Die Täuferbewegung war bereits in ihrem Anfang eine vielfältige Bewegung.
Was verbindet die einzelnen Gemeinschaften?
Welche Kernüberzeugungen teilen sie?
Wie verorten sie sich in der Gemeinschaft mit anderen Kirchen?
Ein Blick in die Gegenwart der Täuferbewegung – aus der Perspektive einer täuferischen Weltgemeinschaft (Mennonitische Weltkonferenz) und des Ökumenischen Weltkirchenrates (ÖRK).
21. OKTOBER 2026
II. Täuferische Geschichte / Mennoniten gestern
Astrid von Schlachta
Glauben im Schatten von Verfolgung und Migration
Identität auf dem Weg durch die Jahrhunderte
Der Blick in die Geschichte offenbart eine vielfältige Täuferbewegung, die zunächst durch Verfolgung und Migration, später durch Tolerierung und die Etablierung von Gemeindestrukturen geprägt ist. Verschiedene Gemeinden gingen aus ihr hervor: Mennoniten, Hutterer und Amische. Ihre Identität veränderte sich im Lauf der Jahrhunderte immer wieder – ebenso wie die Rahmenbedingungen für täuferische Existenz. Welche Spuren hat diese wechselvolle Geschichte hinterlassen? Und wie prägen Verfolgung, Migration und Gemeindebildung täuferisches Leben bis heute?
28. OKTOBER 2026
III. Taufe und Nachfolge
Lukas Amstutz & Fernando Enns
Die Taufe als Antwort des Glaubens Nachfolge als Lebensweg
Die Taufe von Menschen, die sich bewusst dazu entscheiden, ist ein zentrales Merkmal der Mennoniten. Sie steht für die Überzeugung, dass Glaube und gelebte Nachfolge untrennbar zusammengehören. Diese Orientierung an der frühen Kirche führte im 16. Jahrhundert zu einem Bruch mit den damaligen kirchlichen Traditionen. Doch wie hängen Taufe und gelebter Glaube genau zusammen? Und wie lässt sich dieses Verständnis mit der Überzeugung verbinden, dass Gottes Gnade nicht erst verdient werden muss?
4. NOVEMBER 2026
IV. Friedensethik und Gewaltfreiheit
Fernando Enns & Marie Anne Subklew
Gewaltfreiheit als Lebenshaltung
Frieden aus der Versöhnung in Christus
Gewaltfreiheit ist nicht nur eine ethische Option, sondern eine vom Evangelium gebotene Lebenshaltung!
Für die Friedenskirchen ist Gewaltfreiheit das wesentliche Element ihrer Friedensethik, die durch die „Versöhnung“ in Jesus Christus begründet ist. Was bedeutet diese Befreiung von Gewalt für Glauben und Leben von Mennoniten?
11. NOVEMBER 2026
V. Kirche als Gemeinschaft
Lukas Amstutz & Jürg Bräker
Gemeinschaft im Glauben gestalten
Freiheit und Verbindlichkeit im Miteinander
Wenn Mennoniten die Kirche beschreiben, reden sie oft von „Gemeinschaft“. Kirche meint damit weniger eine Organisation, sondern einen Ort, an dem Glaube gemeinsam gelebt und gestaltet wird. Dabei zeigen sich verschiedene Spannungsfelder. Wie viel Freiheit brauchen Einzelne? Wie viel Verbindlichkeit ist für die Gemeinschaft nötig? Und wie bleiben solche Gemeinschaften offen für Veränderung und Erneuerung?
18. NOVEMBER 2026
VI. Kirche in der Gesellschaft
Astrid von Schlachta & Marie Anne Subklew
Mennonitischer Glaube in der Welt
Mennonitischer Einfluss in unserer Welt
Wir wollen darüber miteinander ins Gespräch kommen, wie sich Christen und Christinnen im Allgemeinen und Mennoniten im Besonderen den gesellschaftlichen Herausforderungen in der Geschichte und Gegenwart gestellt haben, auch in ihren sprachlichen Äußerungen. In welcher Weise sind die Mennoniten Salz und Licht in unserer pluralen Welt? Wo sind die Grenzen und Herausforderungen einer christlichen Existenz heute?
Informationen
Zielgruppe: Dieses Angebot richtet sich an Haupt- und Ehrenamtliche aus deutschsprachigen, täuferisch-mennonitischen Gemeinden sowie alle Interessierten, die sich mit den Grundlagen der friedenskirchlichen Tradition auseinandersetzen möchten.
Teilnahme: kostenlos , Online/Digital via Zoom-App
Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt, bei Überschreitung wird eine Warteliste erstellt.

Generalsekretär der Konferenz der Mennoniten der Schweiz und Theologe bei der Mennonitengemeinde Bern