#5 Blogbeitrag Learning-Tour Kolumbien

Wie lebt es sich als FARC heute

Am Mittwoch begaben wir uns auf eine 3 stündige Fahrt ins Inland Kolumbiens. Einmal mussten wir umsteigen von unserem VW Bus in eine sogenannte CHIVA, welches ein ganzes Erlebnis für sich ist. Gegen 10 Uhr kamen wir in der sogenannten "Zona Veredal" an, eine von 26. Übergangszonen wo sich FARC Kämpfer gesammelt haben, um ihre Waffen abzugeben und den langen Prozess der Wiedereingliederung in die Gesellschaft zu beginnen. 

Zu den Friedensverträgen gehörte die Verpflichtung des Staates, solche Zonen zur Verfügung zu stellen, sie einzurichten und den FARC Mitgliedern mit Personalausweisen und Bankkonten auszustatten - etwas das jeder Kolumbianer haben sollte, viele der FARC Kämpfer aber nach wie vor nicht besassen. Adrian und Laura, zwei der leitenden FARC Mitglieder in dieser Zone gaben uns einen Einblick in das Leben der FARC während dem Krieg und in dieser Nachkriegszeit. Das was wir hörten hinterliess uns alle mit gemischten Gefühlen. 
Eine Sache verursachte recht viel Frust und Irritation in der Gruppe: obwohl alle Waffen von Seiten der FARC abgegeben und zerstört worden sind, ist die Regierung mit ihren Verpflichtungen den FARC gegenüber gar nicht oder nur sehr schlecht nachgekommen. 


Matthias Cacciabue berichtet im Video über einige seiner Eindrücke von diesem Besuch.

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